System of a Down ist eine armenisch-amerikanische Heavy-Metal-Band aus Glendale, Kalifornien, deren Sound Alternative Metal, Nu Metal, Thrash Metal und armenische Volksmusik zu einem stilistisch eigenständigen Hybrid verbindet.
Serj Tankian, Daron Malakian, Shavo Odadjian und John Dolmayan sind allesamt armenischer Abstammung; ihre Musik zeichnet sich durch abrupte Tempo- und Stimmungswechsel, schräge Harmonien, politisch aufgeladene Texte und den Einsatz ungewöhnlicher Instrumente wie Sitar und E-Mandoline aus. Malakian beschrieb den Sound einmal als das Ergebnis, wenn Slayer und die Beatles ein Kind bekämen.
Die Band formierte sich 1994 in Glendale und veröffentlichte 1998 ihr selbstbetiteltes Debütalbum bei American Recordings/Columbia, das sich allein in den USA 750.000 Mal verkaufte. Den Durchbruch brachte Toxicity (2001), das sich über 12 Millionen Mal weltweit verkaufte. 2005 platzierten sie mit Mezmerize und Hypnotize als erste Band nach den Beatles zwei Studioalben im selben Kalenderjahr auf Platz 1 der Billboard 200.
Karriere-Meilensteine und Auszeichnungen
- 1998 Debütalbum bei American Recordings/Columbia, produziert von Rick Rubin; 750.000 verkaufte Exemplare in den USA
- 2001 Toxicity auf Platz 1 der US Billboard 200 und der kanadischen Charts; 3-fach Platin in den USA; Grammy-Nominierung für „Chop Suey!" als Best Metal Performance
- 2002 Grammy-Nominierung für „Aerials" als Best Hard Rock Performance; „Aerials" auf Platz 1 der Billboard Alternative Songs und Mainstream Rock Songs Charts
- 2005 Mezmerize und Hypnotize debütieren beide auf Platz 1 der Billboard 200 im selben Kalenderjahr, zuletzt den Beatles gelungen; „B.Y.O.B." auf Platz 1 der Mainstream Rock Charts
- 2006 Grammy-Gewinn für Best Hard Rock Performance für „B.Y.O.B."; Band tritt nach über 12 Millionen verkauften Alben weltweit in eine Hiatus-Phase ein
- 2011 Wiedervereinigung nach fünfjähriger Pause; Rückkehr zu ausverkauften Arenen- und Festivalshows, darunter Download Festival
- 2020 Zwei neue Songs, „Protect the Land" und „Genocidal Humanoidz", als erste Studioaufnahmen seit 15 Jahren; Musikvideo von „Chop Suey!" überschreitet 1 Milliarde YouTube-Aufrufe
Was dich bei einem System of a Down-Konzert erwartet
System of a Down-Shows dauern typischerweise rund zwei Stunden und sind für außergewöhnliche Intensität bekannt: Die Setlists umfassen Material aus allen fünf Studioalben, mit Schwerpunkt auf Toxicity und den 2005er-Doppelalben, und werden von einem Publikum mitgesungen, das jeden Text kennt.
Die Bühnenproduktion ist bewusst nüchtern gehalten; im Mittelpunkt stehen vier Musiker und ihre kollektive Energie, ergänzt durch massive Moshpits und die rohe Direktheit, die System of a Down seit ihren Anfängen von polierteren Metal-Produktionen abgrenzt.
Die bekanntesten System of a Down Songs
- Chop Suey! (2001) Grammy-Nominierung für Best Metal Performance; Musikvideo mit über 1 Milliarde YouTube-Aufrufen; von Loudwire und Kerrang! als bester Song der Band und bester Hard-Rock-Song des 21. Jahrhunderts gelistet
- Toxicity (2001) Titeltrack des Durchbruchsalbums; dauerhafter Sing-along-Anker jeder Setliste und kulturelles Symbol der Nu-Metal-Ära
- Aerials (2002) Erste Nummer-1-Single auf dem Billboard Alternative Songs Chart und Mainstream Rock Songs Chart; Grammy-Nominierung für Best Hard Rock Performance
- B.Y.O.B. (2005) Grammy-Gewinner Best Hard Rock Performance 2006; antikriegspolitisch aufgeladener Track, der die Wahrnehmung der Band als politische Stimme dauerhaft verankerte
- Lonely Day (2005) Grammy-Nominierung für Best Hard Rock Performance 2007; Platz 1 der Billboard Mainstream Rock Charts; meistgespielter balladischer Track der Band im Radiobereich
System of a Down auf Tour (Live Nation)
System of a Down touren unregelmäßig, aber wenn sie auftreten, dann in der höchsten Venue-Klasse: Sie haben Großfestivals wie Ozzfest, Rock am Ring und Download Festival headlined und spielen in ihrer Reunion-Phase Arenen und Stadien wie das MetLife Stadium in New Jersey und Soldier Field in Chicago. Die geografische Reichweite ihrer Stadiontour umfasst dabei meistens Nordamerika, Europa und Südamerika.
- Pledge of Allegiance Tour (2001 bis 2002): Nordamerikanische Headliner-Tournee nach Toxicity; mit The Mars Volta und Mudvayne
- Ozzfest-Beteiligungen (1998 bis 2006): Wiederholte Teilnahme als Support-Act und später Co-Headliner; Schlüsselplattform für ihre frühe Breitenwahrnehmung in Nordamerika
- Mezmerize/Hypnotize World Tour (2005 bis 2006): Internationale Tournee nach dem Doppelalbum; abgeschlossen auf Ozzfest 2006
- Reunion-Touren (2011 bis 2015): Europa- und Nordamerika-Dates; Headliner bei Download Festival und Rock am Ring sowie ausverkaufte Arenen in mehreren Ländern
- 2025 North American Stadium Tour (2025): Ko-Headliner-Stadionshows mit Korn, Avenged Sevenfold und Deftones; MetLife Stadium, Soldier Field und Rogers Stadium
System of a Down Kollaborationen
Als Tour-Konstellationen standen sie in den frühen Jahren als Support für Slayer auf der Bühne und traten mehrfach beim Ozzfest-Festival auf; in der Reunion-Phase co-headlineten sie mit Korn, Avenged Sevenfold und den Deftones.
Als Einflüsse nennt die Band Slayer, Black Sabbath, die Beatles, Kiss sowie armenische Volksmusik und Punk-Bands wie Black Flag und die Dead Kennedys.
Kerrang! listete 2021 zehn Bands, die nach eigenem Bekunden ohne System of a Down nicht existieren würden, darunter Avenged Sevenfold und Beartooth. Einzelne Mitglieder realisierten außerdem Soloprojekte: Serj Tankian als Solokünstler, Daron Malakian und John Dolmayan mit Scars on Broadway.