Stefani Joanne Angelina Germanotta, geboren 1986 in New York City, spielte mit vier Jahren Klavier, sang als Teenager in Clubs der Lower East Side und brach ihr Studium an der Tisch School of the Arts ab, bevor sie 2007 bei Interscope Records unterschrieb.
Ihr Sound umspannt Dance-Pop, Electronic, Synth-getriebenen Pop-Rock und Jazz; als Kontraalt mit einem Stimmumfang von B♭2 bis B5 gilt sie als eine der technisch versiertesten Popsängerinnen ihrer Generation. Als prägende Einflüsse nennt sie David Bowie, Queen, Madonna und Freddie Mercury.
Ihr Debütalbum The Fame (2008) machte sie mit „Just Dance" und „Poker Face" zur globalen Größe: Als erste Künstlerin in der damaligen Geschichte des Billboard Pop Songs Chart gelangen ihr vier Nummer-1-Singles aus einem einzigen Debütalbum.
Den kulturellen Durchbruch als Performancekünstlerin markierte The Fame Monster (2009) mit „Bad Romance", Born This Way (2011) wurde zur LGBTQ+-Hymne einer Generation, und mit A Star Is Born (2018) gewann sie als erste Frau gleichzeitig Academy Award, BAFTA, Golden Globe und Grammy in einem Kalenderjahr.
Wer schon mal auf einem Lady-Gaga-Konzert war, weiß, dass sie das Format einer normalen Pop-Show konsequent sprengt. Ihre Produktionen gehören zu den aufwändigsten im Stadiongeschäft, aber die Fan-Bindung ihrer „Little Monsters" trägt darüber hinaus: Aktivismus für LGBTQ+-Rechte und psychische Gesundheit ist kein Beiwerk, sondern Teil des Angebots. Tickets für Lady Gaga sind entsprechend gefragt.
Karriere-Meilensteine und Auszeichnungen
- 2008 Debütalbum The Fame bei Interscope; „Poker Face" und „Just Dance" auf Platz 1 des Billboard Pop Songs Charts, erste Künstlerin mit vier Nummer-1-Singles aus einem Debütalbum
- 2010 Grammy für Best Dance Recording („Poker Face") und Best Electronic/Dance Album; Billboard Artist of the Year; drei Brit Awards
- 2011 Born This Way mit den schnellsten iTunes-Verkäufen der damaligen Store-Geschichte; Grammy für Best Pop Vocal Album; Gründung der Born This Way Foundation für psychische Gesundheit und LGBTQ+-Rechte
- 2013 Erste Empfängerin des Contemporary Icon Award der Songwriters Hall of Fame
- 2019 Academy Award, BAFTA, Golden Globe und Grammy für „Shallow" aus A Star Is Born, erste Frau mit dieser Kombination in einem Kalenderjahr
- 2020 „Rain on Me" mit Ariana Grande gewinnt Grammy für Best Pop Duo/Group Performance; sechs IFPI-Top-10-Global-Singles insgesamt, Rekord für weibliche Künstlerinnen
- 2025 Konzert am Copacabana Beach in Rio de Janeiro mit geschätzten 2,1 Millionen Besuchern, höchstbesuchtes Solistinnen-Konzert der Geschichte
Was dich bei einem Lady-Gaga-Konzert erwartet
Lady-Gaga-Shows dauern rund zwei Stunden und sind in mehrere thematische Akte unterteilt, die Karriereepochen abbilden und mit Zwischenfilmen, Kostümwechseln, Pyrotechnik und 3D-Lichtinstallationen verbunden werden.
Riesige LED-Bildschirme, synchronisierte Choreografien, Bühnenmechaniken und handgefertigte Kostüme gehören zu jedem Tourformat. Charakteristisch ist außerdem ein Piano-Segment, in dem Gaga balladische Songs als dramatischer Kontrastmoment inmitten der energetischen Dance-Pop-Blöcke platziert.
Die bekanntesten Lady Gaga Songs
- Bad Romance (2009): Grammy-Gewinnerin Best Female Pop Vocal Performance und Best Short Form Music Video; Musikvideo mit acht MTV VMAs und über einer Milliarde YouTube-Aufrufe; Diamond-zertifiziert in den USA
- Poker Face (2008): Grammy für Best Dance Recording; Nummer 1 in über 20 Ländern; Diamond-zertifiziert in den USA; einer der meistverkauften Singles des ersten Jahrzehnts
- Born This Way (2011): sechs Wochen auf Platz 1 der Billboard Hot 100; schnellste iTunes-Verkäufe der damaligen Geschichte; dauerhafter Finalsong auf Setlists weltweit
- Shallow (2018, feat. Bradley Cooper): Academy Award und Golden Globe für Best Original Song; Grammy für Best Pop Duo/Group Performance; Diamond-zertifiziert in mehreren Ländern
- Telephone (2009, feat. Beyoncé): Top-10-Hit in Nordamerika und Europa; neunminütiges Musikvideo als Popkultur-Referenz; auf den Setlists aller bisherigen Welttourneen verankert
Lady Gaga auf Tour
Lady Gaga tourt seit 2009 in der Klasse ausverkaufter Arenen und Stadien, von der Merkur Spiel-Arena Düsseldorf und der O2 London bis zum Dodger Stadium Los Angeles und dem Allegiant Stadium Las Vegas. Die geografische Reichweite umfasst Nordamerika, Europa, Australien und Asien; zwischen den großen Welttourneen bespielt sie Las-Vegas-Residencies in der Park MGM.
- The Monster Ball Tour (2009–2011): erste Headliner-Arena-Tournee; 201 Shows in Nordamerika, Europa, Australien und Asien
- The Born This Way Ball (2012–2013): Stadion-Erweiterung; 98 Shows in Nordamerika, Europa, Asien und Ozeanien
- artRAVE: The ARTPOP Ball (2014): nordamerikanische und europäische Arena-Tournee; 79 Shows
- Enigma (2018–2020): Las-Vegas-Residency im Park Theater; zweispuriges Konzeptprogramm aus Pop-Show und Jazz-Format
- The Chromatica Ball (2022): erste reine Stadion-Headliner-Tournee; 20 Shows; Gesamteinnahmen über 110 Millionen US-Dollar; als HBO-Konzertfilm dokumentiert
Lady Gaga Kollaborationen
Vor ihrem Durchbruch schrieb Gaga bei Sony/ATV Music Publishing für Fergie, die Pussycat Dolls und Britney Spears, was ihr den Weg zu Interscope ebnete. Die bekanntesten Studio-Kollaborationen auf eigenem Material sind das Duett mit Beyoncé auf „Telephone" (2009), zwei Jazz-Alben mit Tony Bennett (Cheek to Cheek, 2014; Love for Sale, 2021, Grammy für Best Traditional Pop Vocal Album), „Rain on Me" mit Ariana Grande (2020, Grammy), der gesamte A Star Is Born-Soundtrack mit Bradley Cooper (2018) sowie „Die with a Smile" mit Bruno Mars (2024, Grammy).