In den frühen Nullerjahren galten The Strokes völlig zu Recht als die Retter des Gitarren-Rocks. Mit zerschlissenen Lederjacken und musikalischer Brillanz prägte das Quintett eine komplette Szene. Heute füllt die Band um Julian Casablancas riesige Venues wie das MetLife Stadium in New Jersey oder das Foro Sol in Mexiko-Stadt.
Die Musiker stellten dies zuletzt eindrucksvoll unter Beweis, als sie in den Jahren 2022 und 2023 als Special Guest der Red Hot Chili Peppers auf eine gigantische Welttournee gingen. Dort bespielten sie Abend für Abend gewaltige Stadien vor bis zu 80.000 frenetischen Fans. Wer Klassiker wie „Reptilia“ oder moderne Songs wie „Bad Decisions“ selbst im Publikum erleben will, sollte sich unbedingt rechtzeitig Karten für The Strokes sichern.
Von der Mercury Lounge auf den Rock-Olymp: Der Aufstieg von The Strokes
Die Karriere der New Yorker begann im Jahr 2000 in den kleinen Clubs von Manhattan. Die fünf Musiker spielten eine legendäre Konzertreihe in der intimen Mercury Lounge. Der dortige Booker Ryan Gentles war vom messerscharfen Rockmusik-Live-Sound derart überwältigt, dass er seinen lukrativen Job kurzerhand an den Nagel hing. Er widmete sich fortan exklusiv dem Management der damals noch völlig unbekannten Gruppe.
The Strokes: historische Meilensteine der Karriere
- 2001: Veröffentlichung des Debütalbums „Is This It“, das im Alleingang ein weltweites Revival des Post-Punk und Garage-Rock auslöst.
- 2003: Release der Platte „Room on Fire“, welche als zweites Studioalbum den typischen Stil der Musiker eindrucksvoll festigt.
- 2006: Die Veröffentlichung von „First Impressions of Earth“ markiert den hörbaren Wechsel zu einem deutlich schwereren Gitarrensound.
- 2011: Das langersehnte Comeback mit dem Album „Angles“ rettet die Band nach einer fünfjährigen Pause vor der endgültigen Auflösung.
- 2021: Gewinn des Grammy Awards in der Kategorie „Best Rock Album“ für das meisterhafte Werk „The New Abnormal“.
Von „Is This It“ zu „Reality Awaits“: Die musikalische DNA von The Strokes
Hinter der lässigen Fassade der Gruppe steckt ein extrem kompromissloser Produktionsansatz. Die Band suchte auf den ersten Alben manisch nach dem perfekten Lo-Fi-Sound und kämpfte hart gegen die damals üblichen polierten Studio-Standards an. Sänger Julian Casablancas jagte seine Stimme im Transporterraum Studio absichtlich durch einen winzigen Peavey-Übungsverstärker. Das unkonventionelle Setup sorgte für den berühmten klanglichen Effekt, der stark an ein altes Telefon erinnert.
Um das maschinenartige Rhythmus-Fundament dauerhaft zu garantieren, unterzog sich Schlagzeuger Fabrizio Moretti einem gnadenlosen Training. Er zimmerte den stoischen Motorik-Beat fast durchgehend mit einem extrem lauten Click-Track auf den Kopfhörern ein. Auch bei der Auswahl der Partner zeigten sich die Musiker stets rigoros. Für das zweite Album feuerten sie den Produzenten von Radiohead Nigel Godrich bereits nach wenigen Wochen, da sie ihre Spuren nicht einzeln künstlich aufnehmen wollten.
Gelegentlich bedienten sich die Künstler zudem ganz offen bei den Legenden der Szene. Das Gitarrenriff der Single „Last Nite“ ist eine bewusste Hommage an Tom Pettys Klassiker „American Girl“. Petty klagte glücklicherweise nicht über das offensichtliche Plagiat, sondern lud die Jungs schlichtweg als Vorband für seine eigene Tournee ein.
The Strokes' größte Hits
- Last Nite (2001): Der absolute Durchbruch-Hit definierte den gesamten Indie-Rock der Nullerjahre klanglich vollkommen neu.
- Reptilia (2003): Ein technisches Meisterstück mit rasanter Basslinie, das durch das Videospiel „Guitar Hero III“ zu einem popkulturellen Phänomen wurde.
- Someday (2001): Der Track ist ein perfektes Beispiel für die brillante Gitarrenarbeit und rangiert auf der Liste der 500 besten Songs aller Zeiten des Rolling Stone Magazins.
- You Only Live Once (2006): Der prägendste Langzeithit der dritten Album-Ära steht heute bei weit über 350 Millionen Streams auf Spotify.
- The Adults Are Talking (2020): Der treibende Opener dominierte die US-Alternative-Charts und untermauert die enorme moderne Relevanz der Gruppe.
Warum ein The Strokes-Live-Event einzigartig ist
Wer Tickets für ein Konzert von The Strokes in den Händen hält, darf sich auf hohe Handwerkskunst an den Instrumenten freuen. Das größte Markenzeichen auf der Bühne ist das extrem enge Zusammenspiel der Saiteninstrumente. Während Albert Hammond Jr. auf seiner Fender Stratocaster und Nick Valensi an der Epiphone Riviera keine klassische Trennung von Rhythmus und Lead verfolgen, sondern mit der Technik der „Interlocking Guitars“ wie musikalische Zahnräder ineinandergreifen, sorgt die Rhythmusgruppe um Bassist Nikolai Fraiture und Schlagzeuger Fabrizio Moretti für den nötigen Druck.
Zusätzlich befeuert eine kreative Wiedergeburt der Band die heutige Qualität der Bühnenshows. Für das Album „The New Abnormal“ durchbrach Legende Rick Rubin die verhärteten Arbeitsstrukturen der Gruppe. In seinen Shangri-La Studios in Malibu brachte er die Männer wieder zum gemeinsamen Jammen, was ihre unglaubliche Live-Spielfreude endgültig zurückbrachte.
Die erfolgreichsten Live-Auftritte von The Strokes
- Reading and Leeds Festival (2002): Ein Triumphzug auf der gigantischen Hauptbühne im Vereinigten Königreich vor Zehntausenden Zuschauern.
- Madison Square Garden (2006): Das allererste Headliner-Event in der ausverkauften und prestigeträchtigsten Arena ihrer Heimatstadt New York City.
- Lollapalooza Festival (2011): Das massive Comeback-Event in Chicago lockte rund 80.000 ekstatische Fans direkt vor die Hauptbühne.
- British Summer Time (2015): Ein visuell sowie klanglich überragendes Open-Air-Spektakel vor gut 65.000 Zuschauern im Herzen des Londoner Hyde Parks.
- Global Stadium Tour (2022 bis 2023): Die triumphale Rückkehr in gewaltige Stadien mit Kapazitäten von 50.000 bis zu 80.000 Plätzen.
Tickets The Strokes: Echte musikalische Coolness hautnah erleben
Die Reise von der roughen Garage-Gruppe hin zu gefeierten Grammy-Gewinnern sucht in der modernen Musikwelt ihresgleichen. Die Musiker stehen heute für eine handgemachte und unangepasste Gitarrenmusik, die zwischen durchchoreografierten Pop-Produktionen auf den großen Bühnen eine absolute Seltenheit geworden ist. Egal ob in Düsseldorf, Berlin oder San Francisco, die Präsenz der Musiker bleibt unerreicht und entfaltet sich perfekt in Arenen wie der Uber Arena oder dem PSD BANK DOME.
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