Das Viertelfinale reduziert das WM-Feld auf die letzten acht Nationen und ist historisch die Runde, in der sich die etablierten Fußballmächte durchsetzen.
Deutschland hält in dieser Turnierphase einen bis heute unerreichten Rekord: Zwischen 1954 und 2014 stand die DFB-Elf 16 Mal in Folge unter den letzten acht Teams eines Turniers. Kein anderes Land kam bisher auch nur annähernd an diese Serie heran.
England liefert die Kehrseite dieser Statistik: Keine Mannschaft schied häufiger im Viertelfinale aus als die „Three Lions“. Gleich siebenmal war für sie genau an dieser Stelle Endstation. Brasilien und Deutschland führen zudem gemeinsam die Liste der meisten WM-Teilnahmen überhaupt an. Dies ist ein Hauptgrund, warum beide Nationen historisch am häufigsten unter den letzten Acht standen.
Legendäre WM Viertelfinale Momente
- Österreich 7:5 Schweiz (1954): Beide Teams lieferten sich das bis heute torreichste Spiel der WM-Geschichte. Die Begegnung ist als „Hitzeschlacht von Lausanne“ in die Fußballhistorie eingegangen.
- Deutschland 3:2 n.V. England (1970): England lag bereits mit 2:0 in Führung, ehe die deutsche Elf das Spiel durch Tore von Franz Beckenbauer, Uwe Seeler und Gerd Müller in der Verlängerung noch drehte. Dies gilt als eine der größten Aufholjagden der WM-Geschichte.
- Argentinien 2:1 England (1986): Diego Maradona erzielte innerhalb von nur vier Minuten erst sein berüchtigtes Tor mit der „Hand Gottes“ und kurz darauf das spektakuläre „Tor des Jahrhunderts“. Argentinien gewann das Spiel knapp und wurde später Weltmeister.
- Uruguay 1:1 n.V. (4:2 i.E.) Ghana (2010): Der Uruguayer Luis Suárez verhinderte in letzter Sekunde mit einem absichtlichen Handspiel auf der Torlinie einen sicheren Gegentreffer. Da Ghana den fälligen Elfmeter verschoss, rettete sich Uruguay in das Elfmeterschießen und gewann dort schließlich mit 4:2.
WM Tickets 2030
Im Jahr 2030 richtet sich der Blick auf ein Turnier mit historischer Symbolik: Genau 100 Jahre nach der ersten Weltmeisterschaft treten gleich sechs Nationen als Gastgeber auf. Den organisatorischen Kern bilden Spanien, Portugal und Marokko. Zusätzlich werden Uruguay, Argentinien und Paraguay mit jeweils einem Eröffnungsspiel geehrt. Dies ist eine Hommage an die Ursprünge von 1930, als Uruguay als erster Ausrichter und Weltmeister in die Geschichte einging und Argentinien im Finale unterlag.
Vom 8. Juni bis zum 21. Juli 2030 rollt der Ball erstmals über drei Kontinente hinweg. Für Portugal ist es die absolute WM-Premiere und Spanien kehrt 48 Jahre nach 1982 als Gastgeber zurück. Marokko fungiert nach Südafrika im Jahr 2010 als zweites afrikanisches Gastgeberland der Turniergeschichte.
WM 2030 Spielorte & Stadien
Am Anfang und am Ende steht jeweils ein Ort mit Geschichte: Das Turnier wird im Estadio Centenario in Montevideo eröffnet, wo bereits 1930 der allererste Ball rollte. Entschieden wird die Weltmeisterschaft hingegen im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid.
Dazwischen liegen weitere weltbekannte Adressen wie das Camp Nou in Barcelona und das neu gebaute Grand Stade Hassan II bei Casablanca, das mit 115.000 Plätzen die größte Arena des Turniers sein wird. Von den 23 Spielstätten entfallen elf auf Spanien, sechs auf Marokko und drei auf Portugal. Ergänzt wird das Feld durch jeweils einen Austragungsort in Uruguay, Argentinien und Paraguay.
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Da in dieser entscheidenden Turnierphase nur noch die acht besten Mannschaften der Welt aufeinandertreffen, ist die Nachfrage nach Viertelfinal-Tickets traditionell enorm. Entsprechend schnell sind die Karten über die offiziellen Verkaufsstellen vergriffen.
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